Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

12 bis 18 Februar
Aktionswoche fuer Kinder aus Suchtfamilien

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Beitrag in ZDF "Mona Lisa"

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Hörenswert:


Der Song zur COA Week in Großbritannien:
A Change is gonna come


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Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien ist eine Initiative von:

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Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien wird unterstützt von:

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INFOS ÜBER COAs

jungeIHRE ZAHL IST GROSS

Schätzungsweise jedes sechste Kind unter 18 Jahren lebt in Deutschland mit stofflich abhängigen Eltern zusammen. Die weitaus meisten dieser Jungen und Mädchen (ca. 2,65 Millionen) sind mit der Alkoholkrankheit eines oder sogar beider Elternteile konfrontiert. Mit drogensüchtigen Eltern leben ca. 40.000 Kinder zusammen. Wie viele Kinder darüber hinaus mit Eltern aufwachsen, die ein nichtstoffliches Suchtverhalten (Arbeitssucht, Beziehungssucht, Sexsucht, Co-Abhängigkeit, Spielsucht, Online-Sucht) zeigen, kann mangels Zahlen nicht annähernd geschätzt werden.


SIE LEBEN IN UNSICHERHEIT UND ANGST

Es ist egal, welches Suchtmittel in der Familie im Vordergrund steht. Für die Kinder bedeutet Sucht eines oder beider Elternteile immer, dass sie in einer Atmosphäre von Unsicherheit, und Angst aufwachsen. Auch suchtkranke Eltern lieben ihre Kinder. Sie sind jedoch meistens nicht in der Lage, ihnen Zuwendung und Liebe mit der Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu geben, wie die Kinder dies zum gesunden Aufwachsen bräuchten. Suchtbedingt neigen suchtkranke Eltern zu starken Stimmungsschwankungen und zeigen oft unberechenbares Verhalten. Dies belastet die Kinder und kann sie auf Dauer in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigen.




SIE LEIDEN STILL

Kinder von Suchtkranken lieben ihre Eltern. Sie sind ihren Eltern gegenüber loyal und wollen auf keinen Fall, dass sie in einem schlechten Licht stehen. So verleugnen und bemänteln sie die Sucht und hüten das Familiengeheimnis. Ihr eigenes Leid bleibt oft unerkannt, weil sie es durch ihr Verhalten geschickt verstehen, die Aufmerksamkeit der Umwelt von den Problemen zu Hause abzulenken.


SIE SIND DIE GRÖSSTE SUCHT-RISIKOGRUPPE

Die widrigen Umstände einer Kindheit in einer suchtkranken Familie können Kinder für ihr Leben prägen. Etwa ein Drittel von ihnen entwickelt in der Folge Suchtstörungen. Ein weiteres Drittel zeigt psychische und soziale Störungen. Von einem Drittel wird vermutet, dass es einigermaßen unbeschadet aus der belastenden Familiensituation hervorgeht. Wie aber kommt es, dass manche Kinder sich im Umfeld suchtkranker Eltern gesund entwickeln können, während andere die selbe leidvolle Erfahrung der Sucht machen müssen, wie schon ihre Eltern?


WAS HILFT KINDERN AUS SUCHTBELASTETEN FAMILIEN?

Die Forschung konnte inzwischen jene Faktoren identifizieren, die Kindern in suchtbelasteten Familien helfen, Widerstandskräfte (sogenannte Resilienzen) zu entwickeln, die ihnen eine relativ gesunde Entwicklung ermöglichen. Der wichtigste Schutzfaktor ist das Vorhandensein einer tragfähigen Beziehung zu einem anderen vertrauenswürdigen Erwachsenen außerhalb der Kernfamilie (z. B. Großeltern, Verwandte, Paten, Lehrer/innen, Erzieher/innen, Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit etc.). Ein weiterer Schutzfaktor ist die Einsicht, dass die Eltern eine Krankheit haben, an der die Kinder keinerlei Schuld tragen. Um Kindern aus suchtbelasteten Familien z. B. in Kindergarten und Schule zu helfen, brauchen sie verständnisvolle, emotional zugewandte Erwachsene, die ihnen ermöglichen, trotz widriger Umstände Vertrauen in sich und die Welt zu fassen. Wenn die Kinder von sich aus das Suchtproblem in der Familie ansprechen, sollten Lehrer/innen und Erzieher/innen sie ernst nehmen und ihnen folgende entlastende Botschaften vermitteln:

Sucht ist eine Krankheit.

Du hast sie nicht verursacht.
Du kannst sie nicht heilen.
Du kannst sie nicht kontrollieren.
Du kannst für dich selber sorgen.
Indem du über deine Gefühle mit Erwachsenen sprichst, denen du vertraust.
Du kannst gesunde Entscheidungen treffen – für dich.
Du kannst stolz auf dich sein und dich selber lieb haben.

Unter Hilfeangebote für COAs können Sie erfahren, welche Arten von Unterstützung für COAs zur Verfügung stehen.

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