Aktionswoche 2013:
vom 10. bis 16. Februar
Presseerkärung zum Ende der Aktionswoche
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10 Eckpunkte neu verabschiedet
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WDR 1Live-Reportage "Flaschenkinder"
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A Change is gonna come: Der Song zur COA Week in Großbritannien hier
Die bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien gibt Ihnen bzw. Ihrer Institution die Möglichkeit, sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen. Während dieser Woche erheben wir gemeinsam die Stimme und bündeln unsere Aktivitäten.
• Wir sprechen Verantwortliche in Politik und Verwaltung auf den dringenden Handlungsbedarf an, das Hilfesystem um Angebote für Kinder aus Suchtfamilien (COAs) zu erweitern.
• Wir verbreiten Informationen darüber, dass Kinder, die mit Sucht in der Familie aufwachsen, die Unterstützung mitfühlender Erwachsener brauchen.
• Wir ermutigen fähige, interessierte Erwachsene dazu, für Kinder da zu sein, die leiden.
• Wir vermittlen das Wissen um die entlastenden Botschaften, die Kinder suchtkranker Eltern zum geeigneten Zeitpunkt aus dem Munde erwachsener Vertrauenspersonen hören sollten: „Sucht ist eine Krankheit. Die Sucht Deiner Eltern ist nicht deine Schuld. Es gibt vertrauenswürdige Menschen, die Dir helfen können."
• Wir vergrößern das Bewusstsein dafür, dass COAs schon allein dadurch ermutigt und unterstützt werden, dass vertrauenswürdige Erwachsene sich ihnen zuwenden.
Sie wissen aus Erfahrung am besten, an welcher Stelle es in Ihrem Umfeld am sinnvollsten und effektivsten ist, Menschen auf die Thematik der Kinder aus suchtbelasteten Familien anzusprechen. Dennoch möchten wir einige mögliche Wege vorschlagen, wie Sie als Privatperson bzw. als Institution während der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien aktiv werden und etwas für die Kinder bewegen können. Bitte melden Sie ihre Aktion mit der Meldefunktion auf dieser Website, damit sich ihnen ggf. andere Menschen in Ihrer Kommune anschließen können.
Wenn Sie in einem COA-Hilfeprojekt arbeiten oder einem Sucht- Selbsthilfeverband angehören, können Sie die Aktionswoche zum Anlass nehmen, eine Informationsveranstaltung zu organisieren. Laden Sie Mitarbeiter relevanter Institutionen (Jugendamt, Schule, Kindergärten, Gesundheitswesen, Jugendarbeit) ein, informieren Sie sie über COAs und stellen Sie Ihre Angebote vor. Nutzen Sie zur Ankündigung Ihrer Veranstaltung neben lokalen Informationsdiensten und der Presse auch die Meldefunktion für Veranstaltungen auf dieser Website. Ihre Veranstaltung erscheint dann im Veranstaltungskalender, der bundesweit alle Veranstaltungen der Aktionswoche auflistet.
Sprechen Sie in Ihrer Gemeinde, Ihrem Landkreis, Ihrem Bundesland Verantwortliche in Politik und Verwaltung an und weisen Sie sie auf die Problematik von COAs hin oder versenden Sie den vorbereiteten Musterbrief . Vermitteln Sie folgende Fakten: Ungefähr 17 % aller Kinder in Deutschland (ca. 2,65 Millionen) sind direkt von Suchtproblemen in der Familie betroffen oder haben Berührung damit. Alle diese Kinder tragen ein höheres Risiko für eine ganze Bandbreite von Problemen, einschließlich körperlicher Erkrankungen, emotionaler Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Schwierigkeiten in der Schule und eine erhöhte Anfälligkeit für Alkoholismus oder Abhängigkeit von anderen Suchtmitteln in ihrem späteren Leben.
Informieren Sie sich z. B. auf www.nacoa.de oder www.addiction.de und nutzen Sie die Informationsschriften, die wir Ihnen auf dieser Website unter Materialien vorschlagen.
Weisen Sie die Verantwortlichen für das Jugendamt auf Kooperationsvereinbarungen hin, wie sie z. B. die Stadt Essen exemplarisch erarbeitet hat, und geben Sie Ihnen die „10 Eckpunkte zur Verbesserung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien" der Bundesdrogenbeauftragten sowie den Multiplikatoren-Leitfaden „Kindern von Suchtkranken Halt geben - durch Beratung und Begleitung" der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe.
Besorgen Sie sich das Poster der Aktionswoche und fragen Sie in kommunalen Einrichtungen (Rathaus, Bibliothek etc.) nach, ob es dort ausgehängt werden kann.
Viele Journalisten sind gerne bereit, das Thema Kinder aus Suchtfamilien aufzugreifen. Sie erleichtern es Ihnen, das Thema in der Redaktionskonferenz durchzusetzen, wenn Sie Ihnen verdeutlichen, dass die bundesweite Aktionswoche einen idealen aktuellen „Aufhänger" darstellt. Weisen Sie sie auf die Relevanz des Themas hin (ca. jedes sechste Kind ist betroffen).
Unterstützen Sie Journalisten mit Infos aus dem Bereich Materialien. Recherchieren Sie hier lokale Hilfeangebote. Wenn es vor Ort Hilfeangebote für COAs gibt, machen Sie Journalisten hierauf aufmerksam. Ein solcher lokaler Bezug erhöht die Chancen, dass das Thema sich in der Berichterstattung wiederfindet, und sorgt dafür, dass die Angebote von COA-Projekten vor Ort bekannter werden. Recherchieren Sie hier ob es vor Ort Angebote der Sucht-Selbsthilfeverbände für COAs gibt (Al-Anon Familiengruppen/Alateen, EKS, Blaues Kreuz, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Guttempler, Kreuzbund).
Auch Anzeigenblätter, die kostenlos an alle Haushalte verteilt werden, eignen sich gut, um das Thema Kinder aus Suchtfamilien in die Öffentlichkeit zu tragen. Nutzen Sie z. B. den vorgefertigten Artikel aus dem Bereich Materialien. Sie können ihn leicht mit Hinweisen auf lokale Hilfeangebote für COAs ergänzen und ihn den Redaktionen zum honorarfreien Abdruck anbieten.
Bitten Sie Journalisten, in ihrer Berichterstattung auf die Website www.coa-aktionswoche.de hinzuweisen.
Bestellen Sie die Broschüren Kinder aus suchtbelasteten Familien – Hilfe zur Unterstützung in Kindertagesstätte und Grundschule von NACOA und geben Sie sie an Erzieher/innen in Kindertagesstätten und Lehrer/innen oder Schulsozialarbeiter in Grundschulen weiter.
Laden Sie sich den Fachbrief Suchtprophylaxe der Berliner Senatsverwaltung für Bildung herunter und leiten ihn an Lehrer/innen aller Schularten weiter.
Drucken Sie sich das Poster der Aktionswoche aus und bitten Sie Lehrer/innen, es im Lehrerzimmer auszuhängen.
Weisen Sie Lehrer/innen an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien sowie Mitarbeiter in der Jugendarbeit auf Websites für Jugendliche aus suchtbelasteten Familien hin (www.traudich.nacoa.de, www.alateen.de, www.kidkit.de, www.papatrinkt.ch/). Weisen Sie sie auch auf die Informationswebsites www.nacoa.de und www.addiction.de hin.
Bestellen Sie eine Anzahl von TRAU DICH!-Flyern von NACOA und geben Sie sie an Menschen weiter, die beruflich mit Jugendlichen zu tun haben. Diese können den Flyer direkt Jugendlichen geben, die suchtkranke Eltern haben. Sie sollten dies stets mit einem Gesprächsangebot an die Jugendlichen verbinden. Bestellen Sie zusätzlich zu den Flyern auch die TRAU DICH!-Poster, die sich zum Aushängen überall da eignen, wo mit Jugendlichen gearbeitet wird. Oder besorgen Sie sich die Fotostories der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen und geben Sie sie den Mitarbeiter/innen gemeinsam mit Informationen über lokale Hilfeangebote für COAs weiter. Falls es keine lokalen Angebote für COAs gibt, geben Sie ihnen Information über das bundesweite kostenlose Notfall-Telefon für COAs von Such(t)- und Wendepunkt e. V.: 0800 280 280 1.
Wenn Sie in Nordrhein-Westfalen leben, machen Sie Schulleitungen oder Jugendfreizeiteinrichtungen auf die Angebote von Kunst gegen Sucht e. V., wie z. B. das Mobile Theater aufmerksam.
Nehmen Sie Kontakt zu Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen in Krankenhäusern, Praxen und Sozialpädiatrischen Zentren auf. Geben Sie das Poster der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien weiter und bitten Sie darum, dass es im Wartebereich ausgehängt wird. Bestellen und verteilen Sie die Broschüre für Ärzte von NACOA Deutschland. Versenden Sie die PDF-Datei Lebenslang durch Alkohol von FASworld Deutschland an Gynäkologen, Kinderärzte, Beratungsstellen für Schwangere und Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsvorsorge. Weisen Sie diese Einrichtungen auf die Präventionswebsite Mach Dir nix vor - alkoholfrei schwanger und die Info-Website FASD-Beratung hin.
Sprechen Sie Pfarrer/innen oder Mitglieder des Kirchengemeinderates an. Bitten Sie darum, dass die Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien mit Hinweis auf die Website www.coa-aktionswoche.de im Gemeindeblatt angekündigt wird. Bitten Sie darum, dass das Poster der Aktionswoche im Gemeindehaus ausgehängt wird.
Bitten Sie darum, dass zum Beginn der Aktionswoche im Sonntagsgottesdienst eine Fürbitte für Kinder aus Suchtfamilien gesprochen wird.
Spechen Sie die Leitung der Kindertagesstätte an und geben Sie Informationsmaterialien zum Thema Kinder suchtkranker Eltern weiter oder weisen Sie auf Bestellmöglichkeiten hin (siehe Materialien). Sprechen Sie Gemeindemitarbeiter/innen an, die in der kirchlichen Jugendarbeit tätig sind (siehe oben Abschnitt zu Schule, Kindergarten und Jugendarbeit).
Suchen Sie sich Verbündete in anderen Gruppen oder Initiativen Ihrer Stadt oder Ihrer weiteren Umgebung. Sprechen Sie gemeinsam den Bürgermeister/die Bürgermeisterin an und appellieren Sie an ihn/sie, eine offizielle Proklamation zur Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien zu veröffentlichen. Kündigen Sie das Ereignis öffentlichkeitswirksam an. Organisieren Sie z. B. eine Pressekonferenz. Arbeiten Sie mit dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit des Bürgermeisters zusammen. Nutzen Sie den Beispieltext einer Proklamation, den wir Ihnen unter auf dieser Website unter Materialien zur Verfügung stellen.
Ihr Beitrag ist wichtig. Melden Sie daher bitte ihre Aktion – so klein oder groß sie auch sein mag – über die Meldefunktion auf dieser Website. Dadurch wird sichtbar, wie viele Menschen sich während der Aktionswoche für COAs engagieren. Die Meldung eröffnet auch die Möglichkeit, dass andere Menschen aus Ihrer Region von Ihrer Aktion erfahren und sich Ihnen anschließen.
Nutzen Sie soziale Netzwerke, um Inhalte dieser Website mit anderen Interessierten zu teilen. Nutzen Sie die entsprechenden Buttons z. B., um Ihren Eintrag im Veranstaltungskalender oder Ihre Aktion über soziale Netzwerke an viele Menschen zu verbreiten. Wenn Sie Mitglied bei studiVZ oder meinVZ sind, finden Sie in Ihrem Netzwerk eine Gruppe zur Aktionswoche. Dort können Sie sich mit anderen Leuten Kontakt aufnehmen, die bei der Aktionswoche mitmachen, Erfahrungen und Tipps austauschen oder allgemein über das Thema Sucht in der Familie diskutieren. Nutzer von meinVZ klicken bitte hier, Nutzer von studiVZ hier.
Vielleicht haben Sie noch eine ganz andere Idee, was Sie zur Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien beisteuern möchten. Setzen Sie sie um.
- Ein Kunstprojekt?
- Eine Auktion zugunsten von lokalen Hilfeangeboten?
- Eine Lesung?
- Eine Filmvorführung
- oder, oder, oder ...
Alles, was während der Aktionswoche und darüber hinaus positive Aufmerksamkeit für Kinder suchtkranker Eltern schafft, kann helfen, das Tabu um Sucht in der Familie kleiner werden zu lassen.
Engagement für COAs braucht einen langen Atem, denn Sucht ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Nur der stete Tropfen höhlt den Stein. Deswegen ist die Aktionswoche keine einmalige Veranstaltung, sondern wird jedes Jahr – parallel zur COA-Week in den USA und in Großbritannien – in der Woche um den Valentinstag (14. Februar) durchgeführt. Wenn Sie also eine gute Idee haben, die Sie in diesem Jahr mangels Zeit oder Ressourcen nicht haben verwirklichen können, merken Sie sich die Aktionswoche 2013 vor: Sie startet am 10. Februar und geht bis zum 16. Februar 2013.